Die Jökulsarlon Gletscherlagune

Weisses Eis am schwarzen Strand

Kennst Du das Gefühl, wenn Du Dich das erste Mal an einen Ort begibst und Du Dir schlagartig bewusst wirst, das es das ist? Und Du etwas einmaliges, wahrhaft einzigartiges erlebst? Die Sekunde, als wir Fuss auf den schwarzen Strand an der Jökulsarlon Gletscherlagune setzten, gehörte definitiv zu diesen ganz speziellen Momenten.

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Joekulsarlon

Jökulsárlón heisst übersetzt nichts anderes als «Gletscherflusslagune», was die besonderen Begebenheiten an diesem Ort ziemlich genau beschreibt. Hier trifft nämlich die Gletscherzunge des grössten (nicht-polaren) Gletschers Europas, dem Vatnajökull, auf die Südküste und bildet durch sein Schmelzwasser den mitunter tiefsten See Islands. Die gekalbten Eisberge im See sind mittlerweile gut 1000 Jahre alt. Zumindest diejenigen, welche nicht so klein geschmolzen sind, dass sie durch den kleinen Fluss ins Meer hinausgetragen werden konnten.

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Eine der vielen Ausläufer des Vatnajökull Gletschers entlang der Ringroad

Die Jökulsarlon Gletscherlagune – Ein Hauch der Arktis

Auch wenn Island erst im Norden den 66. Breitengrad und damit den Polarkreis berührt, fühlt man sich hier im Süden der Insel wie wohl nirgendwo sonst in die Gefilde der Arktis versetzt. Eis, soweit das Auge reicht! Ein eisiger Wind und ein See voller Eisberge bzw. Eisschollen und dazwischen vereinzelt der kurz auftauchende Kopf einer Robbe auf der Suche nach Nahrung.

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Hollywoodkulisse

Nicht nur die Robben von Island haben Jökulsarlon für ihre Zwecke entdeckt. Auch eine Reihe grosser Hollywoodstudios hat sich die Gletscherlagune schon als Kulisse für ihre Filme ausgewählt. Darunter namhafte Produktionen wie «Tomb Raider», «Batman» und «James Bond». Für die Verfolgungsjagd in «Stirb an einem anderen Tag» wurde sogar der Zufluss zum Meer zugeschüttet und der See so zum gefrieren gebracht:

Weisses Eis am schwarzen Strand

Auch wenn der Anblick der langsam dahingleitenden, weissen Eisriesen allein schon für Glücksgefühle sorgen kann, spielt sich das eigentliche Naturspektakel von Jökulsarlon ein Stück weiter unten, an der Mündung des Meereszugangs ab.

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Was hier passiert kann man nämlich getrost in die Kategorie «Naturwunder wie es sie sonst nirgends gibt» einstufen. Über die Mündung des Flusses wird das gekalbte Eis auf das Meer hinaus gespült, nur um von der Brandung gleich wieder an den angrenzenden, schwarzen Strand gespült zu werden. Die Wucht der Wellen lässt dabei die skurrilsten Eisformationen und Skulpturen entstehen.

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Das Farbenspiel des Eises ist dabei so vielfältig wie das Wetter selbst in Island. Von weiss zu grau über dunkelgrün zu blau an einem trüben Tag, bis hin zu gelblich-orange schimmernd in der untergehenden Sonne. Als wir Jökulsarlon besuchten, war der Tag zwar ziemlich grau und regnerisch, dafür kamen wir in den Genuss fast den gesamten Sandstrand für uns alleine zu haben.

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Kommentare

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2 Kommentare zu Die Jökulsarlon Gletscherlagune

Jessie

20. November 2017 um 19:56 Uhr

Sehr coole Fotos! :) Ich kann deine Begeisterung nur teilen! Ich war selbst letzten Jahr dort und war sprachlos. Einige Fotos kannst du auch auf meinem Blog oder meiner Seite entdecken. :) Liebe Grüße Jessie

Florian Schindler

20. November 2017 um 19:56 Uhr

Danke Jessie! Hab gerade deinen Blog bzw. deine Seite ausgecheckt, echt toll was Du da machst! :) Hast Du auch ein IG Account? Wenn ja, lass uns da mal connecten, mag deinen Stil echt ;)